Trauma und traumatische Trauer in der Kinderhospizarbeit und pädiatrischen Palliative Care

Ort: 
Palliativakademie Bamberg
Datum: 
Donnerstag, 25 Februar, 2021 (Ganztägig)

Die Veranstaltung im Detail

Dozentin: Christine Bronner
Stifterin und geschäftsführender Vorstand der Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München, Bundesvorstand und Landesvorsitzende Bundesverband Kinderhospiz
Dozentin: Helga Schmidtke
Leitung Sternenkinderzentrum in Reinheim, Päd. pall. care Pflegefachkraft, Krankenschwester, Kinder-, Jugend- und Familientrauerbegleiterin, Dozentin, Doula, Sternenkinderbestatterin

Der Begriff Trauma, im griechischen übersetzt „Wunde“, lässt sich bildhaft als eine “seelische Verletzung” verstehen.

Bei dieser Verletzung geraten die psychischen Schutzmechanismen durch ein traumatisierendes Erlebnis in ein großes Ungleichgewicht und schlussendlich zur Überforderung dieser. Im Allgemeinen werden Ereignisse wie schwere Unfälle, Naturkatastrophen, lebensbedrohliche Erkrankungen, aber auch Erfahrungen erheblicher psychischer, körperlicher und sexueller Gewalt, sowie schwere Verlust- und Vernachlässigungserfahrungen als psychisch traumatisierend eingestuft.

Der Fokus des Workshops liegt auf der Arbeit mit Familien, die betroffen sind von einer lebensbedrohlichen und möglicher Weise auch lebensverkürzenden Erkrankung ihrer Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, bzw. Eltern mit Minderjährigen als Angehörige.

Die Diagnose lebensverkürzend oder lebensbedrohlich für das eigene Kind oder für seine Eltern zu erfahren, reißt dem System Familie den Boden unter den Füßen weg. Nichts ist mehr, wie es davor war. Ein traumatisierendes Erlebnis ganz alleine zu verarbeiten ist schwer, teilweise unmöglich.

Jedes Familienmitglied, ob klein oder groß, geht anders mit der Verarbeitung dieses Traumas um, hinzu kommt die Biografie der Familie, die sich je nachdem erschwerend für die Bewältigung der extrem belastenden Situation auswirken kann. Gerade dann ist es wichtig individuell auf die jeweilige Person einzugehen. Zudem folgt in der Kinderhospizarbeit auf das Trauma im Falle des Versterbens der Patienten unter Umständen auch eine traumatische Trauer.

Mit Hilfe eines breiten multidisziplinären Ansatzes kann den betroffenen Familien geholfen werden.

Was genau ist eigentlich ein Trauma?
Welche Folgen hat ein Trauma?
Wie hängen eine lebensbedrohliche Erkrankung und Trauer mit Trauma zusammen?
Welche Folgen kann eine psychische Traumatisierung haben?
Welche Lösungsansätze gibt es?

Das sind die Themen des Workshops

 

Zeiten


10:00 – 18:00 Uhr
 

Im Detail


Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 12 begrenzt.
 

Kosten und Anmeldung


Das Seminar kostet 150 Euro.
Verbindliche Anmeldung bis zum 28.01.2021.

Zurück zu Kalender