News

Ärzteblatt, 08.07.20: Gesellschaftliche Debatte um Suizidbeihilfe kommt in Gang

Berlin – Nachdem im Februar das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) das 2015 beschlos­se­ne Verbot der geschäftsmäßigen, organisierten Suizidbeihilfe – den Paragrafen 217 Strafgesetzbuch (StGB) – für nichtig erklärt hatte, entbrennt jetzt mehr und mehr die ge­sell­schaftliche Debatte um gesetzliche Neuregelung.


neuesruhrwort.de, 06.07.20: Bischof Genn: Karlsruher Urteil zu Suizidbeihilfe „katastrophal“

Münster – Münsters Bischof Felix Genn hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Suizidbeihilfe als „katastrophal“ bezeichnet. Dieses entspreche nicht dem christlichen Menschenbild, sagte er am Sonntag in Münster. „Wir können nicht die Autonomie des Menschen gegen das Leben des Menschen ausspielen.“ Das menschliche Leben bedürfe des unbedingten Schutzes vom Anfang bis zum Ende.


anwalt.de, 06.07.20: Sterbehilfe aus verfassungsrechtlicher Sicht

Fragen rund um Leben und Tod sind stets ein heikles Thema an der Schnittstelle zwischen Politik, Recht und Moral. Insbesondere die Sterbehilfe, also das Töten einer anderen Person mit deren Einverständnis ist hoch umstritten.


Lauterbach fordert Erlaubnis für ärztliche Unterstützung bei Sterbehilfernd.de, 05.07.20:

Karl Lauterbach lässt nicht locker.
Der SPD-Gesundheitspolitiker will im Bundestag einen erneuten Anlauf für die Erlaubnis ärztlicher Unterstützung bei der Selbsttötung Schwerstkranker unternehmen.
Er sagt: "Der ärztlich assistierte Suizid sollte erlaubt werden - bei dieser Meinung bleibe ich."


NZZ, 04.07.20: Stress mit dem Sterben nach Plan

Heute kann jeder seinen Tod gestalten: Manche Menschen verfassen eine Patientenverfügung, andere organisieren ihren letzten Tag bis ins Detail, um mit der Hilfe von Exit aus dem Leben zu scheiden. Man könnte aber auch den Tod verdrängen oder die Dinge schlicht auf sich zukommen lassen.


Die Tagespost, 02.07.20: Suizidbeihilfe: Guter Rat für Spahn

Auf Bitten von Bundesgesundheitsminister Spahn legen die Kirchen ihre Eckpunkte für ein staatliches Schutzkonzept von Suizid- willigen vor.


faz.net, 01.07.20: Minister Spahn unter Zugzwang

Karlsruhe hat eine weitere Entscheidung zur Sterbehilfe gefällt - und dürfte Jens Spahn damit unter Druck setzen. Seine Positionierung steht noch immer aus.


taz, 02.07.20: Streit um assistierten Suizid in Pflegeheim - Tod auf Bestellung

BERLIN taz | Der 90-jährige Mann lebte jahrelang in einem Appartement in einer Pflegeeinrichtung, zuerst mit seiner Frau zusammen und nach ihrem Tod allein. Seine körperlichen Gebrechen verschlimmerten sich. Im Juni entschloss er sich, mithilfe des Vereins Sterbehilfe aus dem Leben zu scheiden.


Der Tagesspiegel, 30.06.2020: Verfassungsgericht macht Weg für Neuregelung frei

Verfassungsgericht macht Weg für Neuregelung frei
Minister Spahn wollte einen Karlsruher Beschluss über eine Vorlage zum Betäubungsmittelrecht noch abwarten - jetzt ist er da.