Multiprofessioneller Aufbaukurs Palliative Care - Level 2 Modulsystem

Ort: 
APPH Ruhrgebiet - Herne
Datum: 
Dienstag, 23 Januar, 2018 - 09:00
Dienstag, 20 Februar, 2018 - 09:00
Dienstag, 20 März, 2018 - 09:00
Dienstag, 17 April, 2018 - 09:00
Dienstag, 15 Mai, 2018 - 09:00
Dienstag, 19 Juni, 2018 - 09:00
Dienstag, 18 September, 2018 - 09:00
Dienstag, 9 Oktober, 2018 - 09:00
Dienstag, 6 November, 2018 - 09:00
Dienstag, 4 Dezember, 2018 - 09:00

Multiprofessioneller Kurs für alle Berufsgruppen, die an der Palliativversorgung beteiligt sind. Der Gesamtkurs erstreckt sich über 2 Jahre mit zweimal 80 Unterrichtseinheiten. Teilnehmer, die die 160-Stunden Palliativ-Weiterbildung abgeschlossen haben, werden ihre Berufserfahrungen multidisziplinär vertiefen und mit aktuellem Wissen verknüpfen. Die multiprofessionelle Zusammensetzung der Teilnehmer und Referentenermöglicht eine praxisnahe Bearbeitung der bekannten Schwerpunkte Symptomkontrolle, Versorgungskonzepte, Selbstreflexion, Kommunikation, Ethik, Recht, Spiritualität und Trauer. Weitere Themen sind der Umgang mit Widerständen, die eigene Haltung und Belastungsstruktur, Möglichkeiten der Selbstpflege und multiprofessionelle Teamarbeit.
Dieses Kursangebot entspricht den Rahmenvereinbarungen zu § 39a und§ 132d des SGB V, nach denen die jährliche Teilnahme an vertiefenden Fortbildungsmaßnahmen nachzuweisen ist. Jedes Modul kann auch einzeln gebucht werden.

Modul 1 - 23.01.2018 - Anmeldeschluss:03.01.2018
Ernährung am Lebensende ist aktive Lebenshilfe!
Was ist am Lebensende in Bezug auf Essen und Trinken wichtig, wenn der Betroffene es nicht mehr kann oder auch verweigert?
• Stillen von Hunger und Durst!
• Positives Geschmackserlebnis!
• Befeuchtung der Mundschleimhäute!
• Versorgung mit Nährstoffen und Flüssigkeit?

Welche Rolle spielt die Ernährungstherapie und wie kann eine Ernährungsbetreuung am Ende des Lebens Unterstützung sowohl für den Sterbenden als auch für den Angehörigen bieten?
In diesem Seminar werden diese Aussagen und Fragen anhand von Vorträgen–Theorie und Praxis – und an Fallbeispielen bearbeitet.
Kursleitung: Susanne Rolker

Modul 2 - 20.02.2018 - Anmeldeschluss: 10.01.2018
Innere Stärke und Belastbarkeit für Menschen in der Sterbebegleitung - Weil ich es mir wert bin!
Menschen, die Sterbende begleiten und pflegen, leisten Großartiges. Die Betreuung ist verantwortungsvoll und oft belastend.

Wie sieht es mit der Selbstpflege aus? Oft stellen wir zu hohe Anforderungen an uns selbst. Wir erleben einen inneren Konflikt, wenn wir in der Sterbebegleitung auch mal an uns selber denken. Doch genau dieser Selbstschutz ist wichtig – für uns selber, aber letztendlich auch für den Sterbenden, den wir begleiten. Außerdem sollten wir es uns selbst wert sein, uns abzugrenzen. Wir sollten unsere inneren Antreiber kennen, die oft unsere inneren Konflikte auslösen. Und das hat viel zu tun mit unserer Persönlichkeit.
Wie verarbeite ich Belastungen? Was tut mir gut? Worauf muss ich im Umgang mit Belastung achten, weil ich so bin wie ich bin?
Deshalb bietet dieses Seminar einen Ausflug in unsere Persönlichkeit und unsere innere Antreiberwelt, eine Reise, die viele Erkenntnisse und umsetzbare Lösungen bietet. Gönnen Sie sich diesen Tag!

Inhalte
- Was bin ich für eine Persönlichkeit und wie äußert sich das in der Sterbebegleitung?
- Wie gelange ich zu mehr innerer Stärke?
- Was sind meine persönlichen inneren Antreiber und wie steuern die mich?
- Wie kann ich unglückliche Antreiber in förderliche umwandeln?
- Wie kann ich Grenzen setzen, ohne rücksichtslos zu wirken?
- Wie bekomme ich meine Energiereserven gefüllt?

Methoden
Theoretischer Input, Selbsttests, Kleingruppenarbeit, kollegiale Beratung
Kursleitung:Christiane Möller

Modul 3 - 20.03.2018 - Anmeldeschluss: 07.02.2018
Unerhörte Wünsche?
Sexualität und Zärtlichkeit in schwerer Krankheit und am Lebensende
Palliative Care und hospizliche Begleitung zeichnen sich durch einen ganzheitlichen Blick auf die Bedürfnisse der schwerstkranken und sterbenden Menschen aus. Dennoch fällt es vielfach schwer, auch die sexuellen Bedürfnisse oder den Wunsch nach Zärtlichkeit wahrzunehmen, Antworten zu finden und Hilfestellungen zu geben. Doch belegen wissenschaftliche Untersuchungen, wie wichtig diese Themen auch am Lebensende sind.
Das Seminar ermutigt, mit Information und konkreten Handreichungen dazu, die eigene Scheu zu überwinden und die Bedürfnisse der Patienten oder Bewohner ernst zu nehmen, sie nicht zu umgehen, sondern mit ihnen umzugehen.
Kursleitung: Dr. Felix Grützner

Modul 4 - 17.04.2018 - Anmeldeschluss: 06.03.2018
Wenn die Trauer besonders schwer lastet…
Dieser Schulungstag befasst sich mit Menschen in außergewöhnlich belastenden Trauerprozessen. Die Trauer um die Eltern, die vor uns von dieser Welt gehen, gehört zu dem, was uns das Leben im Allgemeinen zumutet. Was aber ist, wenn man seine Schwester durch eine Gewalttat, oder wenn Eltern ein Kind durch Suizid verlieren? Menschen nach solchen Verlustereignissen gilt unsere besondere Achtsamkeit. Was können wir tun und was sollten wir besser lassen, wenn wir Menschen in solchen Ausnahmesituationen begegnen? Nicht selten leiden Hinterbliebene unter Schuldgefühlen, die den Trauerprozess zusätzlich behindern. Der Schulungstag wird das Phänomen „Erschwerte Trauer“ möglichst vielseitig und informativ beleuchten und auch danach fragen, worin unsere Aufgabe in diesem Zusammenhang besteht.
Kursleitung: Hartmut Magon

Modul 5 - 15.05.2018 - Anmeldeschluss: 18.04.2018
Erste und letzte Bilder – Anfang und Ende – Kunsttherapie in der Palliativmedizin
Bilder sind verdichtete Empfindungen und Gefühle, Begriffe sind verdichtete Bilder. Innere und äußere Bilder tragen unser Leben vom Beginn bis zum Ende. Patienten in der Palliativsituation zeigen in ihren letzten Bildern häufig stark konzentrierte Metaphern ihrer gesamten Biographie.
Der Workshop führt in die „Ikonologie des Lebensbogens“ ein und bietet Raum für eigene malerische Gestaltungen zum Thema.
Teilnahmegebühr: 125,00 €
zzgl. 7,50 € Arbeitsmaterial
Kursleitung: Klaus Evertz

Modul 6 - 19.06.2018 - Anmeldeschluss: 22.05.2018
Palliative Versorgungsstrukturen – In jedem Fall den Durchblick behalten!
Die palliativen Versorgungsstrukturen stehen in immer komplexerer Form zur Verfügung.
Ambulante Formen, Versorgungsformen in Pflegeheimen und auch Versorgungsformen in Allgemeinkrankenhäusern, die selbst keine Palliative Care-Teams vorhalten, sind möglich geworden.
Klassisches Case-Management stellt eine Methode dar, in dieser Vielfalt an Angeboten den Durchblick zu behalten und für den jeweiligen Patienten die für ihn bestmögliche Versorgung auf den Weg zu bringen.
Mit theoretischen Inputs, aber besonders mit Beispielen aus der Praxis mit Schwerpunkt ambulanter Betreuung des Patienten sowie dem systemischen Umfeld, werden Sie Ihre Kenntnisse in der Steuerung schwieriger Patientenfälle erweitern.
Es steht Ihnen eine erfahrene Sozialarbeiterin/-pädagogin als Kursleitung zur Verfügung.
Kursleitung: Martina Ellmann

Modul 7 - 18.09.2018 - Anmeldeschluss: 07.08.2018
Seelsorgliche Begleitung im Kontext von Hospiz- und Palliativversorgung
Die religiöse Begleitung, oder auch „Spiritual Care“, ist eine der vier Säulen der Hospizarbeit. In ihrem Total-Pain-Konzept hat Cicely Saunders dem „Spirituellen Schmerz“ eine gleiche Wertigkeit eingeräumt wie anderen Schmerzen. Was aber sind „Spirituelle Schmerzen“ und wie können wir überhaupt die religiösen Bedürfnisse der Menschen am Lebensende wahrnehmen und berücksichtigen? Was bedeutet hier Seelsorgliche Begleitung? Wer ist daran wie beteiligt?
Verschiedene Berufsgruppen und Ehrenamtliche können ganz wesentlich dazu beitragen, dass der Mensch „religiös beheimatet“ sterben darf. Dabei werden auch interkulturelle Aspekte und neue Formen von Spiritualität eine zunehmend wichtige Rolle einnehmen.
Kursleitung: Hartmut Magon

Modul 8 - 09.10.2018 - Anmeldeschluss: 18.09.2018
Physiotherapie in der palliativen Begleitung - Ganzheitliche Therapien
Wertvolle Unterstützung in der Behandlung von Symptomen im Rahmen der Palliative Care
Oder: Was hat die Niere mit Angst zu tun und die Lunge mit Kommunikation?

Reflektorisch wirkende Therapien, die den Menschen in seiner „Ganzheit“ wahrnehmen, bieten eine ideale Unterstützung bei der Symptomkontrolle in Palliative Care. Wir werden in diesem Modul häufig auftretende Symptome einmal mit anderen Augen betrachten. Aus diesem Blickwinkel ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten für die Behandlung, Pflege und Begleitung.
Inhalte:
Einblick in die komplexe Sichtweise der Traditionellen Chinesischen Medizin
Kennenlernen von Reflexpunkten und deren mögliche Wirkung
Verbindungen erkennen zwischen
Dickdarm – Trauer und Loslassen
Atmung / Lunge – Kommunikation
Leber – Wut
Niere – Angst / Lösen von Verkrampfungen
Ziel:
Verringerung und Erleichterung der Schmerzen, Verbesserung der Atmung, Lösung von Obstipationen durch ein anderes Verständnis von Zusammenhängen
Arbeitsweisen:
Theorie im Plenum
Praktische Arbeit zu zweit oder in Kleingruppen
Kursleitung: Barbara Herzog

Modul 9 - 06.11.2018 - Anmeldeschluss: 09.10.2018
Kollegiale Beratung
Das Modul der kollegialen Beratung ist von Anfang an ein fester Bestandteil der Kursjahre im Level 2.
Unsere erfahrenen Kursleiter Frau Müller aus dem pflegerischen Bereich und Herr Dr. Freistühler aus dem ärztlichen Bereich moderieren die kollegiale Beratung Ihrer persönlich erlebten Fälle.
Sie entscheiden, welchen Fall, mit welchen Problemen Sie in einer Runde von Kursteilnehmern, die Sie aus den vorangehenden Modulen kennen, vorstellen wollen.
Sie besprechen, was an diesen Fällen problematisch war, was gut gelungen war und erhalten wertvolle Anregungen, wie Sie in Zukunft mit ähnlichen Fällen umgehen können.
Dieser Tag wird in der Regel sehr intensiv und positiv erlebt und ist für alle jene Bedingung, die das Level 2-Zertifikat erwerben wollen, aber auch offen für andere Kursteilnehmer, die hier die Gelegenheit zur kollegialen Beratung nutzen wollen.
Kursleitung: Dr. Markus Freistühler, Annegret Müller

Modul 10 - 04.12.2018 - Anmeldeschluss: 06.11.2018
Die Weisheit der Märchen – Tod und Sterben
Märchen sind durchaus nicht nur etwas für Kinder. In ihnen entfaltet sich überliefertes Menschheitswissen und so manche Weisheit. Erstaunlich viele Märchen befassen sich mit Sterben, Tod und Abschied. Fast immer ist vom persönlichen Wachstum der Menschen die Rede.
An diesem Seminartag werden anhand von Märchen und Erzählungen wesentliche Aspekte im Umgang mit Sterben und Tod entfaltet. Dabei geht es auch um unsere eigenen Erfahrungen und Einstellungen. Das Seminar schult Wissen und Haltung und ist ebenso lehrreich, wie unterhaltsam. Die verborgene Weisheit der Märchen kann auch für unser heutiges Tun von wertvoller Bedeutung sein.
Kursleitung: Hartmut Magon

Zeit: jeweils 09:00 – 17:00 Uhr

Weitere Module in 2019
Zielgruppe:
Palliativmediziner, Pflegende und Angehörige anderer Berufsgruppen, die an der Palliativmedizin, Palliativpflegeund hospizlichen Betreuung beteiligt sind.

Teilnehmerzahl:
16 - 20

Teilnahmegebühr:
1.185,00/Gesamtkurs (80 UE)
125,00 € / Modul
Modul 5: zzgl. 7,50 Euro Arbeitsmaterial

Veranstaltungsort:
Evangelisches Krankenhaus Herne
Wiescherstr. 24
44623 Herne

Anmeldung:
APPH Ruhrgebiet
Telefon: 02323/498-2600
Telefax: 02323/498-2601
apph@apph-ruhrgebiet.de

Besondere Hinweise:
Voraussetzung für die Teilnahme ist eine abgeschlossene Weiterbildung in Palliativmedizin oder Palliative Care, die von der DGP anerkannt ist.
Die angebotenen Module in 2018 umfassen 80 UE und können als Gesamtkurs oder einzeln gebucht werden. Weitere Moduleinheiten werden in 2019 stattfinden. Insgesamt entspricht die vollständige Teilnahme 160 Unterrichtseinheiten über 2 Jahre.
Hierfür erhalten Sie ein Zertifikat. Für jedes einzelne Modul eine Teilnahmebescheinigung.
Die Anerkennung von Fortbildungspunkten richtet sich nach den Vorgaben der Fachverbände.


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