Subscribe to Aktuelles

Aktuelles

ze.tt, 22.7.2016: Arbeiten mit Todgeweihten: Wie Ärzt*innen auf der Palliativstation über das Sterben denken

Arbeiten mit Todgeweihten: Wie Ärzt*innen auf der Palliativstation über das Sterben denken

Karolina Wiedemann und Asfar Salam sind Ärzte auf der Palliativstation. Für ihre Patient*innen gibt es keine Hoffnung – sie sind unheilbar krank. Was es bedeutet, Menschen zu betreuen, deren Tod absehbar ist.

„Mittlerweile gibt es Kurse, in denen man beigebracht bekommt, wie man eine schlechte Nachricht überbringt. Bei mir im Studium gab es das nicht“, erzählt Asfar Salam (35). Dementsprechend fühlte er sich ziemlich allein gelassen, als er das erste Mal einem Patienten sagen musste, dass dieser sterben würde. „Der Oberarzt meinte nur flapsig: ‚Och joah, dann sag dem das mal.‘ Aber das war auch für den Patienten nicht schön: Da kommt so’n Berufsanfänger, der selbst keine Ahnung hat und sagt einem: Sie haben eine todbringende Krankheit.“


Tagesspiegel, 19.07.16: Palliativmedizin - Mythos Morphium

Palliativmedizin - Mythos Morphium

Für die Behandlung von Schmerzen sind die Abkömmlinge des Opiums unerlässlich. Doch es gibt Vorbehalte gegen die Opioidtherapie - oftmals zu Unrecht.

Es ist ein gutes Zeichen, wenn der Verbrauch von starken Schmerzmitteln auch in Deutschland zugenommen hat. Schließlich wird unsere Gesellschaft älter und leidet entsprechend an den Folgen eines langen Lebens. Dazu gehören natürlicher Verschleiß, aber auch chronische Krankheiten, die Schmerzen verursachen, deren Ursache man nicht mehr beseitigen kann. Häufig helfen Opioide. Sie sind Abkömmlinge des aus den Samenkapseln der Mohnpflanze gewonnenen Opiums (Hauptbestandteil: Morphin). Man setzt Opioide zur Behandlung starker Schmerzen und bei ausgeprägter, sonst nicht behandelbarer Luftnot ein. Dennoch verhindern etliche Mythen, dass Opioide dort verwandt werden, wo sie eingesetzt werden sollten, ja müssten.


Ärzte Zeitung, 13.07.2016: Bremen setzt Masterstudium "Palliative Care" fort

Universität

Bremen setzt Masterstudium "Palliative Care" fort
BREMEN. Das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen bietet zum Wintersemester 2016/2017 zum zweiten Mal den berufsbegleitenden Masterstudiengang "Palliative Care"an.

Angesprochen sind Fachkräfte mit einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss, die praktisches, theoretisches und forschungsorientiertes Wissen für die Versorgung unheilbar Schwerkranker und Sterbender erwerben wollen. Sie können nicht nur aus der Pflegewissenschaft, den Gesundheitswissenschaften, der Pädagogik oder Psychologie kommen, sondern auch aus der Medizin, teilt die Universität Bremen mit. Das berufsbegleitende Studium berücksichtige die jeweilige berufliche Praxis.


Ärzte Zeitung, 12.07.2016: Niedersachsen setzt auf Innovation

Leuchtturmprojekte

Niedersachsen setzt auf Innovation

Vier wegweisende Versorgungsprojekte werden mit insgesamt 317 000 Euro gefördert.

HANNOVER. Das Land Niedersachsen, die Krankenkassen und die KV Niedersachsen (KVN) fördern vier sogenannte Leuchtturmprojekte in der niedersächsischen Gesundheitsversorgung. Aus 17 Anträgen habe ein Lenkungsgremium auf Landesebene, dem die Partner der "Gesundheitsregionen Niedersachsen" sowie Vertreter der kommunalen Spitzenverbände angehören, nun diese vier Leuchtturmprojekte ausgewählt, teilt das Niedersächsische Sozialministerium mit. Sie werden mit insgesamt 317 450 Euro gefördert.


Diakonisches Krankenhaus erstmals mit Deutschem Palliativsiegel ausgezeichnet

Diakonisches Krankenhaus erstmals mit Deutschem Palliativsiegel ausgezeichnet

Hohe Betreuungsqualität der Palliativpatienten erfüllt Kriterien zum Erwerb des Prüfsiegels

Gießen, 12. Juli 2016 – Das diakonische Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau, das für die Versorgungsregion in Sachsen-Anhalt mit seinen mehr als 500 Betten eine bedeutende Rolle einnimmt, wurde kürzlich im Rahmen der erneuten KTQ- Zertifizierung (Kooperation für Transparenz und Qualität) als erstes Diakonisches Krankenhaus mit dem „Deutschen Palliativsiegel“ ausgezeichnet. Das unter der Koordination des Leiters des TransMIT-Projektbereichs für Versorgungsforschung, Prof. Wolfgang George, entwickelte Siegel wurde 2014 mit dem Ziel vorgestellt, Krankenhäuser auszuzeichnen, denen es nachweislich gelingt Schwerstkranke und Sterbende menschenwürdig zu betreuen und dies unabhängig des Versorgungsbereiches eines Krankenhauses.


Der Tagesspiegel, 07.07.16: Sterbehilfe - Euthanasie wird mehr und mehr akzeptiert

Sterbehilfe - Euthanasie wird mehr und mehr akzeptiert
In Europa und Amerika wird die ärztliche Beihilfe zur Selbsttötung zunehmend gesetzlich verankert. Aber Deutschland geht auf Gegenkurs

Die Tötung auf Verlangen oder die Beihilfe zum Suizid (Selbsttötung) gehören zu jenen Formen der Sterbehilfe, die in den meisten Ländern Europas und Nordamerikas verboten sind. Doch gibt es einen Trend zur Legalisierung, wie ein internationales Wissenschaftlerteam im Mediziner-Fachblatt „Jama“berichtet. Insbesondere in Westeuropa wächst die öffentliche Zustimmung zur Sterbehilfe, während sie in den USA konstant ist und in Mittel- und Osteuropa eher abnimmt.


Ärzte Zeitung, 07.07.16: Wie geht man mit Sterbenden um?

Wie geht man mit Sterbenden um?

Uniklinik Leipzig bildet in "Basic Palliative Care" weiter
LEIPZIG. Das Universitätsklinikum Leipzig startet eine Weiterbildungsoffensive in der Palliativ- und Hospizversorgung. Gesundheits-, Kranken- und Altenpfleger können ab Oktober lernen, auf die speziellen Bedürfnisse unheilbar kranker Patienten einzugehen. Die Qualifizierungsmaßnahme mit dem Titel "Basic Palliative Care" will einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen und auch soziale Kompetenzen vermitteln.


Deutsches Ärzteblatt, 07.07.16: Tötung auf Verlangen und ärztlich assistierter Suizid: Trotz zunehmender Legalisierung eher selten

Tötung auf Verlangen und ärztlich assistierter Suizid: Trotz zunehmender Legalisierung eher selten

Immer mehr Länder legalisieren die Tötung auf Verlangen – in anderen Ländern auch als “Euthanasie“ bezeichnet – und den ärztlich assistierten Suizid. Dennoch werden diese beiden Formen der Sterbehilfe vergleichsweise selten eingesetzt. Betroffene wenden sich mit ihrem Suizidwunsch meist aufgrund psychologischer Ursachen, wie Autonomieverlust oder fehlender Lebensfreunde an Ärzte. Selten spielen physikalische Schmerzen dabei eine ausschlaggebende Rolle.


Ärzte Zeitung, 05.07.16: Palliativmedizin: Frühe interdisziplinäre Betreuung Schwerstkranker

Palliativmedizin

Frühe interdisziplinäre Betreuung Schwerstkranker

LEIPZIG. Zu ihrem Kongress zum Thema "Qualität braucht Miteinander, Mut und Kompetenz" lädt die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) vom 7.-10. September nach Leipzig ein. "Das neue Hospiz- und Palliativgesetz wird dann zu einer weiteren Verbesserung der Versorgung führen, wenn es uns gelingt, miteinander gute Qualität zu definieren, Kompetenz einzubringen und auch mutige Schritte in neue Aufgabenfelder zu gehen", resümiert Andreas Müller, Uniklinik Dresden, als einer der drei Verantwortlichen die Leitgedanken der Tagung.

Dringend nötig sei ein Umdenken, so die DGP in einer Mitteilung vorab zum Kongress. Palliative Versorgung finde nicht erst am Lebensende statt, sondern werde integraler Bestandteil einer guten medizinischen Betreuung in fortgeschrittenen Erkrankungssituationen.


idw, 04.07.16: 11. DGP-Kongress 7. - 10.9. in Leipzig: Palliative Versorgung findet nicht erst am Lebensende statt

11. DGP-Kongress 7. - 10.9. in Leipzig: Palliative Versorgung findet nicht erst am Lebensende statt

Zu ihrem 11. Kongress zum Thema „Qualität braucht Miteinander, Mut und Kompetenz“ lädt die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin vom 7. bis zum 10. September nach Leipzig ein. „Das neue Hospiz- und Palliativgesetz wird dann zu einer weiteren Verbesserung der Versorgung führen, wenn es uns gelingt, miteinander gute Qualität zu definieren, Kompetenz einzubringen und auch mutige Schritte in neue Aufgabenfelder zu gehen.“ fasst Andreas Müller, Dresden, als einer der drei Verantwortlichen die Leitgedanken der Tagung zusammen.