Zitate

In dieser Rubrik finden Sie Zitate und Gedichte zum Thema Sterben, Tod und Trauer, die helfen sollen beim Abschiednehmen Kraft zu finden und zu verstehen.

Was keiner wagt, das sollt ihr wagenwas keiner sagt, das sagt herauswas keiner denkt, das wagt zu denkenwas keiner anfängt, das führt aus

Wenn keiner ja sagt, sollt ihr's sagen
wenn keiner nein sagt, sagt doch nein
wenn alle zweifeln, wagt zu glauben
wenn alle mittun, steht allein

Wo alle loben, habt Bedenken
wo alle spotten, spottet nicht
wo alle geizen, wagt zu schenken
wo alles dunkel ist, macht Licht.
(Lothar Zenetti)

 
„Der palliative Ansatz ist die Antwort auf die moderne Medizin. Wir müssen den Schwerpunkt auf das Sinnvolle und nicht nur auf das Machbare legen.“
(Prof. Dr. med. G.D. Borasio)
 
„Können und Wissen helfen nicht weiter, solange Schmerzen und Beschwerden, Ängste, Wünsche und Bedürfnisse nicht erkannt werden. Wir müssen zuhören, zuhören und nochmals zuhören.“
(Prof. Dr. med. Marina Kojer)
 
„Wenn Dir jemand erzählt, dass die Seele mit dem Körper zusammen vergeht und dass das, was einmal tot ist, niemals wiederkommt, so sage ihm: Die Blume geht zugrunde, aber der Samen bleibt zurück und liegt vor uns, geheimnisvoll, wie die Ewigkeit des Lebens.“
(Khalil Gibran)
 
"Wenn einer eine Blume liebt, die es nur ein einziges Mal gibt auf allen Millionen und Millionen Sternen, dann genügt es ihm völlig, dass er zu ihnen hinaufschaut, um glücklich zu sein."
(Antoine de Saint-Exupèry)
 
"Jeder Mensch ist nicht nur er selber, er ist auch der einmalige, ganz besondere Punkt, wo die Erscheinungen der Welt sich kreuzen, nur einmal so und nie wieder. Darum ist jedes Menschen Geschichte wichtig und jeder Aufmerksamkeit würdig.”
(Hermann Hesse)
 
"Bevor ich mit Sterbenden zu arbeiten begann, glaubte ich nicht an ein Leben nach dem Tod. Jetzt glaube ich an ein Leben nach dem Tod, ohne den Schatten eines Zweifels."
(Elisabeth Kübler-Ross, 1926 – 2004, aus: Questions and answers on death and dying)
 
"Ich glaube ja an eine irgendwie geartete Weiterexistenz auch nach dem Tod, es ist kein Aufhören, die Toten bleiben bei uns und gehören dazu, trotzdem bleibt das Aufhören des Sichtbaren und Ansprechbaren eine grosse Erschütterung."
(Gottfried Benn, 1886 – 1956)
 
"Wir sind gewohnt, den Tod, etwa durch Krankheit oder Unfall, als Ursache zu sehen, die das Leben beschliesst. Das ist ein Irrtum; es ist vielmehr das Leben, das den Tod herbeiruft, wenn es in einen neuen Stand eintreten will."
(Ernst Jünger, 1895 – 1998)
 
"Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nützen."
(Lucius Annaeus Seneca, 4 v. Chr - 65) / Quelle: Abhandlungen)
 
"Abschließend kann aus palliativer Sicht gesagt werden, dass weniger künstlich zugeführte Flüssigkeit und Ernährung für den sterbenden Menschen mehr Lebensqualität bedeutet."
(aus: Bayer. StmAS - Künstliche Ernährung und Flüssigkeitsversorgung 2008, S. 38)
 
"Was einen Preis hat, an dessen Stelle kann etwas anderes als Äquivalent gesetzt werden; was dagegen über allen Preis erhaben ist, das hat seine Würde."
(Immanuel Kant)
 
"Lass keinen Menschen zu Dir kommen, ohne dass er glücklicher wieder geht."
(Mutter Teresa)
 
"Es gibt viele Leute, die die großen Dinge tun können. Aber es gibt sehr wenige Leute, die die kleinen Dinge tun."
(Mutter Teresa)
 
"Mein Eindruck ist, dass man heute selten so viele Menschen guten Willens antrifft wie im Tätigkeitsfeld Palliative Care. Manchmal sieht es fast aus, als würden sich die Nachdenklichen aus der Beschleunigungs-, Konkurrenz- und Marktgesellschaft in einen Bereich retten in dem die wichtigen Fragen, die nach Würde, nach Humanität und Freundschaft klar aus dem Hintergrund nach vorn treten.“
(Prof. Reimer Gronemeyer)
 
"Der Mensch kann nur Mensch werden, wenn nach seiner Geburt Menschen da sind, für ihn, mit ihm. Er kann sich aus seinem Leben als Mensch nur verabschieden, wenn er in seinem Sterben nicht allein ist, sondern jemand da ist, für ihn, mit ihm."
(Heinrich Pera, Pfarrer)
 
"Wo soll ich anfangen? Am besten bei deinen zahlreichen Beschäftigungen, denn ihretwegen habe ich am meisten Mitleid mit Dir.
Ich fürchte, dass Du, eingekeilt in Deine zahlreichen Beschäftigungen, keinen Ausweg mehr siehst und deshalb Deine Stirn verhärtest; dass Du Dich nach und nach des Gespürs für einen durchaus richtigen und heilsamen Schmerz entledigst. Es ist viel klüger, Du entziehst Dich von Zeit zu Zeit Deinen Beschäftigungen, als dass sie Dich ziehen und Dich nach und nach an einen Punkt führen, an dem Du nicht landen willst.
Du fragst an welchen Punkt? An den Punkt, wo das Herz anfängt, hart zu werden. Frage nicht weiter, was damit gemeint sei: wenn Du jetzt nicht erschrickst, ist Dein Herz schon so weit.
Das harte Herz ist allein; es ist sich selbst nicht zuwider, weil es sich selbst nicht spürt. Was fragst Du mich? Keiner mit hartem Herzen hat jemals das Heil erlangt, es sei denn, Gott habe sich seiner erbarmt und ihm, wie der Prophet sagt, sein Herz aus Stein weggenommen und ihm ein Herz aus Fleisch gegeben. Wenn Du Dein ganzes Leben und Erleben völlig ins Tätigsein verlegst und keinen Raum mehr für Besinnung vorsiehst, soll ich Dich da loben?
(...) "Wer seine Tätigkeit einschränkt, erlangt Weisheit" (Sir 28,25). Und bestimmt ist es der Tätigkeit selbst nicht förderlich, wenn ihr nicht die Besinnung vorausgeht.
Wenn Du ganz und gar für alle da sein willst (...), lobe ich Deine Menschlichkeit - aber nur, wenn sie voll und echt ist.
Wie kannst Du aber voll und echt sein, wenn Du Dich selber verloren hast? Auch Du bist ein Mensch. Damit Deine Menschlichkeit allumfassend und vollkommen sein kann, musst Du also nicht nur für alle anderen, sondern auch für Dich selbst ein aufmerksames Herz haben.
Denn, was würde es Dir nützen, wenn Du alle gewinnen, aber als einzigen Dich selbst verlieren würdest? Wenn also alle Menschen ein Recht auf Dich haben, dann sei auch Du selbst ein Mensch, der ein Recht auf sich selbst hat.
Warum solltest einzig Du selbst nicht von Dir alles haben?
Wie lange noch schenkst Du allen anderen Deine Aufmerksamkeit, nur nicht Dir selber?
Ja, wer mit sich schlecht umgeht, wem kann der gut sein?
Denk also daran: Gönne Dich Dir selbst. Ich sage nicht: Tu das immer, ich sage nicht: Tu das oft, aber ich sage: Tu es immer wieder einmal. Sei wie für alle anderen auch für Dich selbst da, oder jedenfalls sei es nach allen anderen." 
(Bernhard von Clairvaux (1090 - 1153) schreibt an Papst Eugen III., der früher sein Schüler gewesen war.)
 
"Unsere Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind.
Unsere tiefe Angst ist, dass wir unermesslich machtvoll sind.
Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit.
Wir fragen uns: Wer bin ich eigentlich, dass ich leuchtend, hinreisend, begnadet und phantastisch sein darf?
Wer bist du denn, es nicht zu sein?
Du bist ein Kind Gottes.
Wenn du dich klein machst, dient das der Welt nicht.
Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn du schrumpfst, damit andere um dich herum sich nicht verunsichert fühlen.
Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes zu verwirklichen, die in uns ist.
Sie ist nicht nur in einigen von uns; sie ist in jedem Menschen.
Und wenn wir unser eigenes Licht erstrahlen lassen,
geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis das selbe zu tun.
Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben, wird unsere Gegenwart ohne unser Zutun andere befreien."
(Marianne Williamson)
 
"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Überzeugung, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
(Václav Havel)
 
„......und ich möchte Sie, so gut ich es kann, bitten, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst lieb zu haben, wie verschlossene Stufen und wie Bücher, die in einer fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie nicht Leben könnten.
Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.“
(Rainer Maria Rilke)
 
"Man muß nie verzweifeln, wenn etwas verloren geht, ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück; es kommt alles noch herrlicher wieder. Was abfallen muß, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt bei uns, denn es geht alles nach Gesetzten vor sich, die größer als unsere Einsicht sind und mit denen wir uns scheinbar im Widerspruch stehen. Man muß in sich selber leben und an das ganze Leben denken, an alle seine Millionen Möglichkeiten, Weiten und Zukünften, denen gegenüber es nichts Vergangenes und Verlorenes gibt."
(Rainer Maria Rilke)
 

"Du zählst, weil Du du bist, Und du wirst bis zum letzten Augenblick deines Lebens eine Bedeutung haben."

(Dame Cicley Saunders)
 
"Der Tod ist groß. Wir sind die Seinen lachenden Munds. Wenn wir uns mitten im Leben meinen, wagt er zu weinen mitten in uns.
(Rainer Maria Rilke)
 
"Sie sind wichtig, weil Sie eben Sie sind. Sie sind bis zum letzten Augenblick Ihres Lebens wichtig, und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben können.
(Dame Cicley Saunders)
 
"Die menschliche Tendenz, alles vorhersagen zu wollen, versagt am Lebensende."
(Angela Merkel)

„Wenn Du an mich denkst, erinnere Dich an die Stunden, in welchen Du mich am liebsten hattest.“
(Rainer Maria Rilke)

„Der Mensch hat gegenüber den Widrigkeiten des Lebens drei Dinge zum Schutz: Die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.“
(Immanuel Kant)
 
"Und so vergeht von dem nichts völlig, was auf dieser Welt erscheint, denn die Natur baut ein Ding aus des anderen Trümmern und duldet die Geburt des einen nur durch den Tod des anderen."
(Lukrez)
 
"Wenn wir jemandem helfen wollen, müssen wir zunächst herausfinden, wo er steht. Das ist das Geheimnis der Fürsorge. Wenn wir das nicht tun können, ist es eine Illusion zu denken, wir könnten anderen Menschen helfen. Jemanden zu helfen impliziert, dass wir mehr verstehen als er, aber wir müssen zunächst verstehen, was er versteht."
(Søren Kierkegaard)