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Ärzte Zeitung, 24.08.16: Umschalten auf Palliativmedizin gelingt Ärzten oft nicht

Loslassen fällt schwer

Umschalten auf Palliativmedizin gelingt Ärzten oft nicht

Rechtzeitig von aggressiver auf palliative Behandlung umzuschalten misslingt vielen Ärzten, die Schwerstkranke betreuen. Betroffen sind gut ein Drittel der Patienten, wie australische Forscher festgestellt haben.

Von Robert Bublak

Es ist ein anrührendes Bild, das der palliativen Medizin zugrunde liegt. Das lateinische Wort "palliare" meint das Umhüllen eines Menschen mit einem Mantel, um ihn vor den Unbilden des Lebens zu schützen.

Der Palliativmediziner hat für seine Patienten nicht mehr die Heilung im Blick, sondern die Anpassung an die gegebenen Umstände des Krankheitsprozesses und den Erhalt der bestmöglichen Lebensqualität im Angesicht einer unheilbaren Krankheit. Ein wesentliches Ziel des schützenden Mantels ist es in dieser Situation, den Patienten medizinische Maßnahmen zu ersparen, die ihnen nichts mehr nützen und schon deshalb nur schaden können.


Ärzte Zeitung, 23.08.16: Nach BGH-Urteil - Patientenverfügung besser überprüfen lassen!

Nach BGH-Urteil

Patientenverfügung besser überprüfen lassen!

Die Entscheidung des Bundesgerichthofs zu Patientenverfügungen hat bei manchem für Verwirrung gesorgt. Fest steht: Wer sicher sein will, dass im Ernstfall möglichst viel nach seinen Vorstellungen läuft, sollte seine Patientenverfügung überprüfen - und ärztlichen und juristischen Rat einholen.

Von Martin Wortmann

KARLSRUHE. Die jüngste Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe zum Thema Patientenverfügung hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Einigkeit besteht allerdings darin, dass Bürger mit Patientenverfügung diese nun nochmals überprüfen sollten.


Ärzte Zeitung, 22.08.16: Haus- und Palliativärzte - Kooperation am Lebensende

Haus- und Palliativärzte - Kooperation am Lebensende

Damit schwerstkranke Patienten gut versorgt werden, müssen Haus- und Palliativärzte kooperieren. Wie dieses Miteinander verbessert werden kann, wollen Forscher der MHH herausfinden.

Von Christian Beneker

HANNOVER. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) will in einer Studie klären, wie Haus- und Fachärzte bei der palliativen Versorgung Sterbender besser zusammenarbeiten können.

"Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Hausärztinnen und Hausärzten Strategien und konkrete Handlungsoptionen zu erarbeiten, die es ihnen erleichtern, die komplexe Versorgung dieser schwerkranken Patientinnen und Patienten in ihre täglichen Routinen zu integrieren", sagt Forschergruppenleiterin Dr. Saskia Jünger vom MHH-Institut für Allgemeinmedizin.


faz.net, 19.08.16: Richtige Worte zu drängenden Fragen suchen

Spiritualität

Richtige Worte zu drängenden Fragen suchen
Ein Schweizer Professor lehrt Spiritualität für angehende Mediziner. Denn nicht nur die Studenten sind mit drängenden Fragen oft allein gelassen.

Man muss die Fragen des Weshalb gar nicht unbedingt beantworten, wichtig ist vor allem, dass sie gestellt werden dürfen.“ Simon Peng-Keller sitzt da, ruhig und doch voller Energie, und man könnte denken, dass er alle Geheimnisse des Lebens kennt. Mit seinem kurzen, graumelierten Haar, dem Dreitagebart, der Brille und seinem schwarzen Pullover ähnelt er allerdings mehr dem ehemaligen Kopf eines Computerunternehmens als einem Theologen. Sein Büro in der Theologischen Fakultät Zürich, gleich neben dem Großmünster im Herzen der Altstadt, ist schlicht eingerichtet. Seit Oktober hat er für vorerst sechs Jahre eine Stelle als Professor für Spiritual Care und ist damit europaweit der einzige seines Faches.


dekv.de, 18.08.16: Konkrete Verbesserung der Versorgung Schwerkranker und Sterbender

Konkrete Verbesserung der Versorgung Schwerkranker und Sterbender

Der Deutsche Evangelische Krankenhausverband e. V. (DEKV) begrüßt die Defini- tion einer neuen Abrechnungsziffer für die Behandlung Schwerkranker und Ster- bender durch multiprofessionelle Palliativteams in Krankenhäusern. Damit erfüllt das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) den Auftrag des im November2015 verabschiedeten Hospiz- und Palliativgesetzes (HPG), die Voraussetzungen zur Abrechnung und Finanzierung der Leistungen ent- sprechender Behandlungsteams in Kliniken zu schaffen. Zahlreiche Erfahrungen im In- und Ausland belegen eine deutliche Verbesserung der Versorgung Schwerkran- ker und Sterbender durch den Einsatz multiprofessioneller Palliativteams. Dieser erfolgt auf allen Stationen einer Klinik und kommt nicht nur Patientinnen und Pati- enten auf speziellen Palliativstationen zugute, über die nur etwa 250 der rund 1.950 deutschen Krankenhäuser verfügen.


Med. Hochschule Hannover, 16.08.16: Am Lebensende gut versorgt

Am Lebensende gut versorgt

Kooperation zwischen Generalisten und Spezialisten: Ein MHH-Team erforscht ambulante Palliativversorgung durch Hausärzte / BMBF fördert Studie mit rund 900.000 Euro
Schwerkranke Patienten bis zu ihrem Lebensende zu versorgen – das ist eine Kernaufgabe der Allgemein- und Familienmedizin. Wie Hausärzte diese Aufgabe erfüllen können und welches Verbesserungspotenzial es gibt, das erkundet ein Forscherteam der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt dieses Vorhaben rund um die ambulante Palliativversorgung mit der Finanzierung einer Nachwuchsforschergruppe im Rahmen des Aktionsplans Versorgungsforschung mit rund 900.000 Euro über fünf Jahre.


apotheke adhoc, 18.08.16: FRANKREICH - Keine Gewissensklausel für Apotheker

FRANKREICH

Keine Gewissensklausel für Apotheker

Berlin - Französische Ärzte, Krankenpfleger und Hebammen haben sie, Apotheker dagegen nicht: eine Gewissensklausel im Ethikkodex ihres Berufsstands. Sie gestattet Heilberuflern, bestimmte Dienste am Patienten aus Gewissensgründen zu verweigern. Der Ethikkodex der Apotheker enthielt bislang keine derartige Klausel. Die französische Apothekerkammer fragte seine Mitglieder, ob sie einen solchen Passus befürworten würden. Daraus entwickelte sich eine öffentliche Debatte um die Verweigerung von Notfallkontrazeptiva. Die Kammer machte nun einen Rückzieher.


Deutsches Ärzteblatt, 15.08.16: Lob für neu definierte Mindestmerkmale für Palliativdienste im Krankenhaus

Lob für neu definierte Mindestmerkmale für Palliativdienste im Krankenhaus

Berlin – Als erheblichen Fortschritt für die stationäre Versorgung schwerkranker Men­schen bewertet die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) die neu definierten Mindestmerkmale für Palliativdienste im Krankenhaus. Diese hatte das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) aktuell in Form einer eigenen Ziffer im Klassifikationssystem OPS 2017 festgelegt.

„Erstmals ist es gelungen, klare Kriterien für die Abrechenbarkeit und somit auch für die Planung und Gestaltung eines Palliativdienstes im Krankenhaus aufzustellen“ betonte DGP-Vorstandsmitglied Bernd-Oliver Maier. Zu begrüßen sei insbesondere die zukünftig flexible Erfassung des Zeitaufwands in Form einer einfachen Addition der Stunden, die vom Team des Palliativdienstes insgesamt geleistet wird. „Das ist eine wichtige Annähe­rung an die klinische Realität“, so Maier. Das wesentliche Ziel, palliativmedizinische Kom­petenz am Patientenbett deutlich spürbar werden zu lassen, werde durch den praxis­nahen Code nachdrücklich gefördert.


idw, 15.08.16: Neue Palliativdienste im Krankenhaus werden Lebensqualität von Schwerkranken erheblich verbessern

Neue Palliativdienste im Krankenhaus werden Lebensqualität von Schwerkranken erheblich verbessern

Als erheblichen Fortschritt für die stationäre Versorgung schwerkranker Menschen bewertet die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. die neu definierten Mindestmerkmale für Palliativdienste im Krankenhaus, die das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) aktuell in Form einer eigenen Ziffer im Klassifikationssystem OPS 2017 festgelegt hat. „Erstmals ist es gelungen, klare Kriterien für die Abrechenbarkeit und somit auch für die Planung und Gestaltung eines Palliativdienstes im Krankenhaus aufzustellen“ betont Dr. Bernd-Oliver Maier, Wiesbaden, welcher als Vorstandsmitglied der DGP wesentlich an der Erarbeitung des neuen Kodes 8-98h mitgewirkt hat.


Berliner Morgenpost, 15.08.16: Krebspatientin verliert Hospiz-Platz, weil sie zu lang lebt

Krebspatientin verliert Hospiz-Platz, weil sie zu lang lebt

Irene Olsen hätte vor zwei Jahren sterben sollen, sagten die Ärzte. Doch die Hospiz-Patientin lebt noch immer. Und wird zum Problem.

New York. Irene Olsen sollte die letzten Tage ihres Lebens in einem Hospiz in New York verbringen. Sie hat Lungenkrebs im Endstadium und eine Beatmungsmaschine verhindert das, was den Ärzten zufolge schon vor etwa mehr als zwei Jahren hätte passieren sollen. Kaum länger als ein halbes Jahr habe sie noch, sollen die Mediziner damals zu ihr gesagt haben. Doch Irene Olsen ist noch immer am Leben. "Sie stirbt nicht schnell genug", sagt ihre Tochter Dana Olsen und ergänzt: "Das ist das Entscheidende."