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Humanistischer Pressedienst, 26.05.16: Die Debatte um Sterbehilfe geht weiter

DGHS fordert anlässlich des Deutschen Ärztetages Streichung des Verbotsgesetzes § 217 StGB

"Die Debatte um Sterbehilfe geht weiter"

BERLIN. (dghs) Anlässlich des zurzeit in Hamburg stattfindenden Deutschen Ärztetages appelliert DGHS-Präsidentin Elke Baezner an die Ärzte, gerade vor dem Hintergrund des seit kurzem geltenden Verbots der organisierten Sterbehilfe ergebnisoffen und angstfrei ihren Patienten im Sterbeprozess zur Seite zu stehen.

"Wir haben Sorge, dass sich Ärzte von der Gesetzeslage verunsichern lassen und Patienten, die ein aussichtsloses Leiden durch einen selbstbestimmten Tod abkürzen wollen, sich keinen Rat wissen. Entsprechende Nachfragen von Ratsuchenden bei uns zeigen, dass die Menschen in Deutschland den Eindruck haben, in ihrer Entscheidungsfreiheit eingeschränkt zu sein und oft niemanden haben, an den sie sich vertrauensvoll wenden können." Nach dem Verbot der organisierten Suizidhilfe in Deutschland durch die Politik zögen die Menschen daraus die Konsequenz, dass sie sich weiterhin allenfalls nur an eine Schweizer Sterbehilfeorganisation wenden können. Baezner: "Der Wunsch der Menschen, auf einen Notausgang zurückgreifen zu können, ist ungebrochen."


Ärzteblatt, 25.5.16: Mehrheit der Australier für Legalisierung der Sterbehilfe

Mehrheit der Australier für Legalisierung der Sterbehilfe

Sydney – Eine große Mehrheit der Australier befürwortet eine Legalisierung der Sterbe­hilfe. 75 Prozent der Befragten stimmten laut der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Senders ABC der Aussage zu, todkranke Menschen sollten das Recht haben, ihrem Leben mit medizinischer Hilfe ein Ende zu setzen. Das sei das Ergebnis der Auswertung der Antworten von 201.404 Umfrageteilnehmern.

Mit dem von Politikwissenschaftlern entwickelten sogenannten „Vote Compass“ ermittelt ABC vor den am 2. Juli anstehenden Parlamentswahlen die Meinung der australischen Wähler zu gesellschaftlichen und politischen Themen.


dmsg.de, 24.05.16: Multiple Sklerose: Das Unsichtbare sichtbar machen – DMSG-Broschüre klärt über verborgene Symptome und palliativ-medizinische Betreuung auf

Multiple Sklerose: Das Unsichtbare sichtbar machen – DMSG-Broschüre klärt über verborgene Symptome und palliativ-medizinische Betreuung auf

„…die unsichtbaren Symptome sind schwer zu erklären und manchmal mag ich mich nicht dafür rechtfertigen, dass ich nicht mehr kann. Andererseits finde ich es aber wichtig, über diese Seite der Multiplen Sklerose aufzuklären“, Michaela M. (56) begrüßt die neue Broschüre der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), die die verborgenen Krankheitszeichen der MS vorstellt und ihre Bedeutung für den Alltag MS-Erkrankter beleuchtet.


Süddeutsche Zeitung, 23.05.16: Wo sterbenden Kindern das Lachen nicht vergeht

Wo sterbenden Kindern das Lachen nicht vergeht

Im Klinikum Großhadern eröffnet im Juni das erste Kinderpalliativzentrum Süddeutschlands. Unheilbar kranke Kinder und ihre Eltern finden hier Unterstützung.

Von Elisabeth Gamperl

Der Tod kommt zum Schluss. Dann, wenn die Fotoalben vollgeklebt sind und das Leben seine Spuren hinterlassen hat. Falten, graue Haare, die runde Tablette am Morgen gegen das Rheuma, die gelbe Kapsel am Abend für einen guten Schlaf. Er gehört nicht an den Anfang, wenn man lieber mit den Gleichaltrigen in der Sandkiste Kuchen bäckt und Mama einem noch die Nägel schneidet. Nicht in eine Zeit, in der man sein Alter noch mit den Fingern zeigt. Der Tod gehört ins Alter, nicht in die Jugend.


Krebshilfe.de, 22.05.16: Zum Hören: Geschichte und Zukunft der Palliativmedizin

Zum Hören: Geschichte und Zukunft der Palliativmedizin

Das Hörbuch der Deutschen Krebshilfe und dem Zentrum für Palliativmedizin
in Köln „Leben Sie wohl“ beschreibt die Geschichte und die Zukunft der Palliativmedizin in Deutschland. Patienten und Angehörige sprechen über die letzte Lebensphase. Darüber hinaus wird über die Arbeit der Palliativmedizinerin und Therapeutin Dr. Ingeborg Jonen-Thielemann berichtet. Sie war bis 2006 leitende Ärztin der Palliativstation im Dr. Mildred Scheel Haus in Köln.
Jonen-Thielemann hat viele Menschen davon überzeugt, dass das Leben bis zum letzten Atemzug lebenswert ist


Neue Zürischer Zeiting, 18.05.16: Sterbehilfe - Das Leiden der Angehörigen

Sterbehilfe - Das Leiden der Angehörigen

Über 1200 Menschen nahmen 2015 Sterbehilfe in Anspruch. Der selbstbestimmte Tod wird zunehmend akzeptiert – die Belastung für die Familie aber unterschätzt.

Als der krebskranke Glarner SVP-Politiker This Jenny im November 2014 mit Hilfe von Exit aus dem Leben schied, verdoppelten sich innert einer Woche die Anmeldungen bei der Sterbehilfeorganisation. Letztes Jahr begleiteten die beiden Exit-Vereine in der Deutsch- und in der Westschweiz insgesamt 995 Menschen in den Tod. Das sind 30 Prozent mehr als noch im Jahr 2014. Seit 2003 hat sich die Zahl mehr als verfünffacht. Mithilfe der zweitgrössten Sterbehilfeorganisation, Dignitas, schieden im letzten Jahr insgesamt 222 Personen aus dem Leben.


palliative zh+sh, 17.05.16: Netzlounge: Herausforderungen in der Langzeitpflege heute und morgen

Netzlounge:
Herausforderungen in der Langzeitpflege heute und morgen

Isabelle Weibel und Silvia Meier stellten an der Netzlounge vom vergangenen Donnerstag das Pflegezentrum «Im Bächli» vor und erzählten von ihren aktuellen Herausforderungen. Die Einrichtung des Kompetenzzentrums Zürcher Unterland KZU ist gut auf die Bedürfnisse von Palliativpatienten ausgerichtet und pflegt seit langem eine entsprechende Grundhaltung. Mit spezialisierter Ausrichtung und breiter Palliative-Care-Grundhaltung beschäftigt sich auch die neue Fachgesellschaft Palliative Geriatrie FGPG, die sich an der Netzlounge kurz vorstellte.


Kath.net, 18.05.16: Katholisches Pflegeheim wegen Sterbehilfe-Verweigerung verklagt

Katholisches Pflegeheim wegen Sterbehilfe-Verweigerung verklagt
In Belgien muss sich der Träger eines katholischen Pflegeheims vor Gericht verantworten. Das Pflegeheim hatte im Jahr 2011 eine aktive Sterbehilfe für eine Krebspatientin verweigert.

Brüssel (kath.net/KNA) Ein möglicherweise richtungsweisender Sterbehilfe-Prozess beginnt am Mittwoch vor dem Zivilgericht im belgischen Leuven. Dabei muss sich der Träger eines katholischen Pflegeheims verantworten, das im Jahr 2011 eine aktive Sterbehilfe für eine Krebspatientin verweigert hatte, wie belgische Zeitungen am Dienstag berichteten.


Stern, 13.05.16: Sterbehilfe-Weltkonferenz - Das schwere Ringen um den sanften Tod

Sterbehilfe-Weltkonferenz

Das schwere Ringen um den sanften Tod

Für einige ist Sterbehilfe eine Schreckensvision – für andere das freie Recht des Menschen über seinen Körper bestimmen zu können. Auf einer Konferenz in Amsterdam zeigt sich: Das Thema sorgt weltweit für Zündstoff.

Sue Carter will sterben. Die Kanadierin leidet an der Muskelkrankheit ALS. Immer mehr Körperfunktionen fallen aus, Sue leidet. Ihr Arzt darf ihr Leben aber nicht beenden, in Kanada ist Sterbehilfe verboten. 1992 zieht Sue vor Gericht und verliert. Zwei Jahre später stirbt sie – mit der Hilfe eines anonymen Arztes.


Informationsdienst Wissenschaft, 13.5.16: Stress-Sensor für Schwerkranke soll für schnelle Hilfe sorgen

Stress-Sensor für Schwerkranke soll für schnelle Hilfe sorgen

Menschen mit stark ausgeprägter Demenz oder andere schwer kranke Patienten können in Stresssituationen oft nicht gezielt Hilfe rufen. Um solche Belastungssituationen früh zu erkennen, entwickelt das Forschungskonsortium „iSenDi“ ein System, das bei bettlägerigen Patienten den sogenannten Distress in Form von Schmerz-, Atemnot- oder Angstattacken erkennen und Alarm schlagen soll. Die Entwicklung dieses Systems unter Leitung der Klinik für Palliativmedizin des Universitätsklinikums Freiburg wird seit April 2016 für drei Jahre durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 1,96 Millionen Euro gefördert.

Insgesamt sind acht Partner aus Hochschule, medizinischer Versorgung und Industrie beteiligt. iSenDi steht für ‚Intelligentes Sensor- und Monitoringsystem zur Erfassung von Distress‘.