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Donaukurier, 28.04.16: Den letzten Tagen mehr Leben geben

Den letzten Tagen mehr Leben geben

Pfaffenhofen (apl) Zum Thema "Leben bis zuletzt - Sterben in Würde" referierte auf Einladung der Kirchgemeinde St. Johannes Baptist und der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Alois Glück, der frühere bayerische Landtagspräsident und Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), am Mittwochabend im Pfaffenhofener Gemeindehaus.


idowa, 27.04.16: Landshut - Sterbebegleitung für Kinder

Landshut - Sterbebegleitung für Kinder

In Bayern sterben jährlich zwischen 550 und 660 Kinder an einer lebensverkürzenden Erkrankung. Rund 40 bis 50 davon stammen aus Niederbayern.

Die kurze Zeit, die den erkrankten Kindern während ihres Lebens zur Verfügung steht, ist für sie und deren Eltern und Geschwister eine äußerst belastende Phase. Am Kinderkrankenhaus St. Marien in Landshut wurde nun ein Dienst ins Leben gerufen, der die betroffenen Kinder und ihre Familien unterstützen soll.

Sehen Sie hierzu einen Videobeitrag von Donau TV.


Frankenpost, 28.04.16: Zwischen Hilfe und Straftat

Zwischen Hilfe und Straftat

Der Strafrechtler Reinhard Merkel nimmt im WGG Stellung zum Thema Sterbehilfe. Die jetzige gesetzliche Regelung nennt er ein Unglück.

Selb - Wer ist Herr über Leben und Tod? Wer dem Vortrag von Dr. Reinhard Merkel, Professors für Strafrecht und Rechtsphilosophie, im Atrium des Walter-Gropius-Gymnasiums zuhörte, musste sich auch mit der umstrittenen Denkweise des 66-Jährigen auseinander setzen. "Ich mute ihnen das zu", wandte sich Merkel eingangs an die zahlreichen Zuhörer.


Fuldainfo, 25.04.16: Staatssekretär Dippel für Hospizarbeit mit Malteser-Medaille ausgezeichnet

Staatssekretär Dippel für Hospizarbeit mit Malteser-Medaille ausgezeichnet

Fulda. Für seinen Einsatz bei der Hospizarbeit, ist Fuldas Bürgermeister a. D. und jetziger Staatssekretär für Soziales und Integration Dr. Wolfgang Dippel (CDU) vom Malteserorden mit der Dankesmedaille ausgezeichnet worden. Der Hessische Staatssekretär war, – seit der Gründung im Jahr 2007 – Vorsitzender des Hospiz-Fördervereins Fulda e. V.

Die Thematik und die Spendenfinanzierung der ambulanten Hospizarbeit der Malteser sowie des „Hospizes ‚St. Elisabeth‘ zu Fulda“, bekamen durch Herrn Dippel – „neuen Schwung“, betont Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, Präsident des Malteser Hilfsdienstes, bei der Verleihung im Malteser Hospiz-Zentrum. „Die Sterbebegleitung in Osthessen, hat durch dieses Engagement – an Aktualität gewonnen und ist in den Köpfen präsent.


Neue Züricher Zeitung, 23.04.16: Sterbehilfe in der Schweiz - Zahl der Exit-Suizide steigt auf 995

Sterbehilfe in der Schweiz - Zahl der Exit-Suizide steigt auf 995

Im vergangenen Jahr haben sich in der Schweiz 995 Menschen entschieden, mit Hilfe von Exit aus dem Leben zu scheiden. Das zeigen neue Zahlen vom Verein Exit (Romandie), die am Samstag auf dessen Website veröffentlicht wurden. Dabei hat in allen Landesteilen die Zahl der Freitodbegleitungen zugenommen.

In der Romandie gab es im letzten Jahr 213 Freitodbegleitungen von Exit, das sind 38 mehr als 2014. Noch ausgeprägter ist der Anstieg in der Deutschschweiz und im Tessin. 2015 haben sich 782 Menschen entschieden, mit Hilfe von Exit aus dem Leben zu scheiden. Das entspricht einem Anstieg um rund 30 Prozent, wie Zahlen vom Verein Exit (Deutsche Schweiz) von Anfang März zeigen.


report-D, 21.4.2016: Düsseldorf und der Tod. Gespräche mit 20 Menschen auf der Palliativstation

Düsseldorf und der Tod. Gespräche mit 20 Menschen auf der Palliativstation

Die Palliativstation. Der Tod ist nur noch eine Tür entfernt. Genau das hat der Journalist und Autor Uwe Schulz gesucht. Auf der Schwelle zur Unendlichkeit sprach er mit 20 Menschen. Die Gemeinsamkeit dabei ist, dass es keine Gemeinsamkeit gibt. Jeder stirbt für sich allein.

Am Mittwochabend (20.4.) las Uwe Schulz in der Palliativstation der Uni-Kliniken. Dr. Martin Neunkirchen, ärztlicher Leiter am Interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin an der Uniklinik Düsseldorf, begrüßte rund 60 Gäste. Das waren mehr als erwartet. Es gab Stühle für 50 Personen in der „ Wohnstube“, zehn Personen lauschten aus der Küche und dem Korridor.


Süddeutsche Zeitung, 18.04.16: Braucht die Palliativmedizin einen neuen Namen?

Braucht die Palliativmedizin einen neuen Namen?

Die Palliativmedizin kann die Lebensqualität unheilbar Kranker steigern, doch manche Patienten empfinden sie als stigmatisierend. Nun fordern kanadische Ärzte ein neues "Branding".
Von Werner Bartens

Wenn es Patienten schlecht geht, gibt es wenig zu beschönigen. Schwere obstruktive Lungenerkrankungen, ausgeprägte Herzinsuffizienz und zahlreiche Krebsformen lassen sich zwar behandeln, aber in vielen Fällen nicht mehr heilen. Hilft es da wirklich, die Versorgung von Patienten mit ausgeprägten Leiden anders zu benennen? Diesen Vorschlag machen Ärzte aus Toronto im Canadian Medical Association Journal (online). Viele Menschen würden den Begriff "Palliativmedizin" mit dem baldigen Tod in Verbindung bringen und deshalb davor zurückschrecken, diese Form der Versorgung in Anspruch zu nehmen


Osthessen News, 18.04.16: Dr. Thomas SITTE aus Fulda wird mit dem Palliative Award 2016 geehrt

Deutscher Anästhesiekongress

Dr. Thomas SITTE aus Fulda wird mit dem Palliative Award 2016 geehrt

Beim Deutschen Anästhesiekongress in Leipzig bekam gestern Dr. med. Thomas Sitte aus Fulda den Palliative Award 2016 der Deutschen Stiftung Anästhesiologie verliehen. Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. med. Eike Martin überreichte die mit 2.500 € dotierte Auszeichnung. Sitte wurde geehrt für sein Projekt mit der Dissertationsschrift "Palliative Versorgung statt Beihilfe zum Suizid und Tötung auf Verlangen? Über eine mögliche Notwendigkeit lebensverkürzender Maßnahmen."

Er schloss seine Arbeit im letzten Jahr ab, damit endlich eine solide, wissenschaftliche Datengrundlage verfügbar wird zur sonst sehr emotionalisierten Bundestagsdiskussion um die sogenannte "Sterbehilfe". So erklärt Sitte: "Ich konnte zeigen, dass mit exzellenter Palliativversorgung Selbsttötung aus Angst vor Leiden praktisch nicht vorkommt."


Ärzte Zeitung, 12.04.16: Sterbephase - Schwierige Situation mit ICD am Lebensabend

Sterbephase

Schwierige Situation mit ICD am Lebensabend

Ein implantierbarer Kardioverter / Defibrillator (ICD) kann Leben retten. In der Sterbephase ist die Schockfunktion aber eine Qual. Darüber reden fällt noch schwer.

MANNHEIM. Vier von fünf Kardiologen und Herzchirurgen sprechen mit Patienten erst über die schwierige Situation mit ICD am Lebensende, wenn die letzte Lebensphase angebrochen ist.

Das hat eine Umfrage der Projektgruppe "Ethik in der Kardiologie" ergeben, die zwischen Juli und September 2015 durchgeführt wurde.

"Die Information ist aber insbesondere in der Sterbephase schwierig, da ist der richtige Zeitpunkt verpasst worden", sagte ihr Sprecher Professor Johannes Waltenberger, Direktor der Klinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Münster, beim Internistenkongress in Mannheim.

Wünschenswert wäre dagegen eine frühzeitige Aufklärung der Patienten über mögliche Probleme mit ICD am Lebensende und das Erstellen einer entsprechenden Patientenverfügung. Für Waltenberger sollte dies durchaus schon bei der Aufklärung zur ICD-Therapie Thema sein.


Deutschlandfunk, 11.04.16: Sterbehilfe in Belgien- Noch kein aktives Verlangen eines Minderjährigen nach dem Tod

Sterbehilfe in Belgien

Noch kein aktives Verlangen eines Minderjährigen nach dem Tod

Seit zwei Jahren gibt es in Belgien das liberalste Sterbehilfegesetz der Welt. Es gilt nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Minderjährige, das allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. An dem Gesetz entzündet sich weiterhin Kritik - Kritiker sehen eine Art Patientenentsorgung und Belgien vor einer gesellschaftlichen Krise.

Sie werden uns doch helfen, wenn gar nichts mehr geht? Diese flehende Frage von Eltern unheilbar kranker Kinder hat Doktor Joris Verlooy schon öfter gehört.

"Yes, I had these requests",

sagt der Arzt mit Bart und Brille ganz ruhig. Doktor Verlooy arbeitet auf der Kinderkrebsstation im Universitätskrankenhaus Antwerpen. Aber auch junge Patienten hätten ihn bereits um Sterbehilfe gebeten. Er erinnere sich an eine 13-Jährige, sagt der Arzt. Es sei klar gewesen, dass sie nicht mehr gesund wird. Sie hatte einen Hirntumor.