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Deutsche PalliativStiftung, 14.02.17: Gewinner von „I run for life“ im Bundesgesundheitsministerium

Gewinner von „I run for life“ im Bundesgesundheitsministerium

Läuferinnen und Läufer absolvierten über 423.000 km für den guten Zweck

BERLIN. Über 423.000 gewidmete Kilometer, mehr als 2.000 Neuanmeldungen und insgesamt 82 begünstigte hospizlich-palliative Einrichtungen. Die Sportinitiative der Deutschen PalliativStiftung (DPS) „I run for life“ war im vergangenen Jahr so erfolgreich wie noch nie. Die Preisverleihung des Deutschland Cups 2016 fand am Montag, dem 13. Februar im Bundesgesundheitsministerium in Berlin statt. Schirmherr von „I run for life“ ist Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Gemeinsam mit der Geschäftsführerin der DPS Elke Hohmann gratuliert er den ersten fünf Gewinnern und überreichte die Urkunden.


Deutscher Kinderhospizverein, 10.02.17: Deutscher Kinderhospizpreis geht in diesem Jahr an ein Kind

Deutscher Kinderhospizpreis geht in diesem Jahr an ein Kind
- Zentrale Veranstaltung des Deutschen Kinderhospizvereins anlässlich des 1o.o2 - Tag der Kinderhospizarbeit –

Kassel/Olpe, 10.02.2017 - Grüne Bänder mit der Aufschrift „1o.o2“ flattern an vielen Orten Deutschlands, an öffentlichen Gebäuden, an Bäumen, an Läden und Autos. Sie stehen für den Tag der Kinderhospizarbeit, der am 10. Februar begangen wird. Das grüne Band soll die betroffenen Familien symbolisch mit Freunden und Unterstützern verbinden. Ein besonderes Band knüpfte der 12-jährige Colin Rimbach: Er machte mit seinen Aktionen zur Kinderhospizarbeit im Kasseler Raum auf sich aufmerksam. Colin wurde dafür am Freitag in Kassel mit dem Deutschen Kinderhospizpreis für außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. „Einen so jungen Preisträger haben wir vorsichtshalber einen Tag vorher über seine Ehrung informiert“, schmunzelt Martin Gierse, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhospizvereins e.V. (DKHV e.V.), und wird wieder ernst: „Die Kinderhospizstiftung und der Verein, unsere Mitarbeiter und die vielen Ehrenamtlichen, wir wollen alle Familien erreichen, die ein Kind mit einer lebensverkürzenden Erkrankung haben. Dank Colins Einfallsreichtum sind wir unserem Ziel ein ganzes Stück näher gekommen.“


evangelisch.de, 15.02.17: Ökumene-Studie: Kirchen wollen Uneinigkeit in Bioethik entschärfen

Ökumene-Studie: Kirchen wollen Uneinigkeit in Bioethik entschärfen

Bei den Themen Sterbehilfe und Bioethik sprechen die Kirchen nicht mit einer Stimme. Eine neue lutherisch-katholische Studie erklärt die Gründe für abweichende Positionen und stellt zugleich das Verbindende in den Vordergrund.
Trotz bestehender Differenzen in Fragen der Bioethik und der Sterbehilfe haben Katholiken und Lutheraner ihren Willen zur Einheit bekräftigt. Katholische und lutherische Christen müssten ungeachtet unterschiedlicher Ansichten in einzelnen ethischen Fragen gemeinsam für die Menschenwürde eintreten, heißt es in einer am Mittwoch in Bonn und Hannover gemeinsam veröffentlichten Studie der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz.


katholisch.de, 15.02.17: Wir dürfen unsere Seele nicht verlieren

"Wir dürfen unsere Seele nicht verlieren"
Mittlerweile sterben Todkranke nicht mehr in der Abstellkammer: In den letzten 25 Jahren hat die Hospizbewegung viel erreicht. Dennoch müsse noch viel getan werden, so Mediziner Winfried Hardinghaus.

Frage: Herr Professor Hardinghaus, Ihr Hospiz- und PalliativVerband wird 25 Jahre alt. Sind Sie zufrieden mit dem, was die Hospizbewegung erreicht hat?

Hardinghaus: Hinter uns liegen zweieinhalb Jahrzehnte fruchtbarer Arbeit. Aus einer zarten Pflanze ist - vor allem durch das Engagement vieler Ehrenamtlicher - eine starke Bürgerbewegung geworden. Wir dürfen zu Recht stolz darauf sein, dass über Sterben und Tod in Deutschland wieder viel offener gesprochen wird und dass viele Menschen nicht mehr in den Badezimmern und Abstellkammern der Krankenhäuser sterben müssen. Deutschland galt lange bei der Betreuung Sterbenskranker als rückständig; nach einer Untersuchung unter den 40 OECD-Staaten stehen wir mittlerweile an achter Stelle.


Domradio, 15.02.17: Die Hospizbewegung feiert Geburtstag

Die Hospizbewegung feiert Geburtstag

Aus der Tabuzone geholt

Zwei von drei Deutschen möchten zu Hause sterben, aber gut 75 Prozent der Menschen sterben hierzulande derzeit im Pflegeheim oder Krankenhaus. Die Hospizbewegung will das ändern und für ein Sterben in Würde sorgen.
Hans Overkämping weiß es noch genau: Es war in den 1980er Jahren durchaus üblich, dass Sterbende in den Krankenhäusern in die Badezimmer oder Abstellräume abgeschoben wurden, erinnert sich der katholische Priester aus Datteln. "Die Sterbenden haben Angst vor Schmerzen, möchten bei ihrem letzten Weg nicht allein sein", weiß der frühere Klinikseelsorger. Er wollte "menschenwürdiges Sterben" möglich machen. Und wurde zum Mitbegründer eines der ersten deutschen Hospize in Recklinghausen.


ARD Mediathek, 13.02.17: Sterbehilfe - Die Fragen der Angehörigen

Sterbehilfe - Die Fragen der Angehörigen

Kurzfilm 7 Min.

Sterbehilfe ist in Deutschland verboten. Wer todkrank ist und deshalb aus dem Leben scheiden will, findet in der Schweiz Hilfe, wo begleiteter Suizid legal ist. Doch wie gehen Angehörige mit so einem angekündigten Tod um? Von Stefanie Müller-Frank


Deutschlandradio, 17.02.17: Sterbehilfe - Die Fragen der Angehörigen

Sterbehilfe

Die Fragen der Angehörigen

Sterbehilfe ist in Deutschland verboten. Wer todkrank ist und deshalb aus dem Leben scheiden will, findet in der Schweiz Hilfe, wo begleiteter Suizid legal ist. Doch wie gehen Angehörige mit so einem angekündigten Tod um?

Johanna Bleibtreu wirkt erschöpft, als wir die Treppe zum Dachzimmer hochsteigen. An der Wand entlang stapeln sich Kisten mit Aktenordnern aus der Wohnung ihrer Eltern. Schon zu Lebzeiten hatte der Vater angefangen, sämtliche Schränke auszuräumen. Bei fast jedem der letzten Treffen, erinnert sich Johanna Bleibtreu, wollte er ihr Dinge mitgeben, die ihm etwas bedeutet haben: Fotos, Sportabzeichen, eine Armbanduhr. Eine absurde Situation, sagt sie.

"Ein angekündigter Tod, der zu dem Zeitpunkt nicht zwingend sein muss – das ist halt nicht geübt. Für den Angehörigen nicht, und für den, der stirbt, sowieso nicht. Und für das Umfeld auch nicht. Und das merkt man."


Ärzteblatt, 16.02.17: Bundestagspräsident würdigt Hospiz- und Palliativ-Verband

Bundestagspräsident würdigt Hospiz- und Palliativ-Verband

Berlin – Bundestagspräsident Norbert Lammert hat allen in der Hospiz- und Palliativ­arbeit engagierten Menschen gedankt und die Verbundenheit des gesamten Bundes­tages mit dem Anliegen betont. „Sie nehmen schwerstkranke, sterbende Menschen in ihrer Einmaligkeit wahr, sie pflegen und begleiten Menschen in dieser schweren Zeit und ermöglichen ihnen einen würdevollen Abschied“, sagte Lammert am Mittwochabend in Berlin.

Der Bundestagspräsident äußerte sich zur Feier des 25-jährigen Jubiläums des Deutsche Hospiz- und Palliativ-Verband (DHPV), zu der über 200 Gäste aus Politik, Gesundheitswesen und Verbänden nach Berlin gekommen waren. Der DHPV wurde 1992 als Interessenvertretung der Hospizbewegung und bundesweiter Dachverband gegründet. Heute engagieren sich bundesweit mehr als 100.000 Menschen zumeist ehrenamtlich in Hospizen und Palliativstationen.


Medizin Aspekte, 02.17: Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin: § 217 ist keine Gefahr für die Palliativversorgung!

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin: § 217 ist keine Gefahr für die Palliativversorgung!

Ärzte müssen daher weiterhin sorgfältig zuhören, wenn Patienten von Todeswünschen berichten, und deren persönliche Haltungen und Einstellungen respektieren. Entsprechende Äußerungen von Patienten dürften auch nicht dazu führen, dass notwendige symptomlindernde Maßnahmen wie z.B. die Gabe von hochdosierten Opioiden zur Schmerzbehandlung unterlassen werden, betont die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP).

„Grundsätzlich bestehen zwischen einer auf die Herbeiführung des Todes zielenden Suizidbeihilfe und einer Palliativversorgung von schwer kranken Menschen deutliche Unterschiede, die klar erkennbar und benennbar sind.“ heißt es einleitend in der Stellungnahme der DGP. Dort zeigt die wissenschaftliche Fachgesellschaft aus palliativmedizinischer, ethischer und juristischer Sicht auf, welches Vorgehen unter dem neuen Recht unproblematisch und was möglicherweise bedenklich ist.


derStandard.at, 10.02.17: Demenz-Patienten: Ärzte protestieren gegen Sterbehilfe

Demenz-Patienten: Ärzte protestieren gegen Sterbehilfe

In den Niederlanden wird heftig diskutiert, ob auch Patienten, die nicht mehr deutlich machen können, ob sie sterben wollen, Euthanasie erteilt werden darf 148 Ärzte in den Niederlanden haben eine Petition gegen aktive Sterbehilfe bei Demenzpatienten unterzeichnet. "Unsere moralische Abneigung, das Leben eines wehrlosen Menschen zu beenden, ist zu groß", schreiben sie laut Kathpress auf ihrer Internetseite. Die Ärzte sprechen sich dagegen aus, jemandem aufgrund einer Patientenverfügung aktive Sterbehilfe zu erteilen, wenn er nicht mehr deutlich machen kann, ob er dies tatsächlich will.